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Archive für 28.10.2010

Heribert Prantl, über die Politiker: Verachtet, verlacht, verhöhnt

 Über die Ratten der Politik, welche Motor der übelsten Bestechungs Geschäfte im Ausland waren, der Betrugs Projekte und damit die Geschäfte wirklich gut laufen, aktiv Geldwäsche für die Drogen Kartelle betrieben und betreiben. Die Partnerschaft mit kriminellen Clans und sogenannten Politikern, auch bei der Balkan Privatisierung u.a. mit Bodo Hombach, Ludgar Vollmer, Joschka Fischer, Uschi Eid,Rezzo Schlauch, Ulla Schmidt, Verheugen, Gerhard Schröder und Steinmeir als rein kriminelles Kartell zu agieren mit Leuten wie Klaus Mangold und Co. , ist schon wegen den inzwischen fälligen Bußgelder von ca. 2 Milliarden €, für Thyssen, Siemens, Mercedes und Co. nicht zu übersehen.

Praktisch die gesamte Entwicklungshilfe in Milliarden Höhe zu unterschlagen, war das Meisterwerk der Rot-Grünen und brauchte die grossen Mafia Bosse in ein ehrwürdiges Erstaunen. Man schaffte einfach die Kontrollen ab, und bereicherte sich mit Consults und Nonsens Projekten, denn eine Krähe haut der anderen Krähe kein Auge aus.

Verachtet, verlacht, verhöhnt

Heribert Prantl, stellvertretender SZ-Chefredakteur und dort zuständig für die moralische Bewertung von Politik ([extern] Die Helden der Nation), zitiert, um die Verachtung, den Hohn und den Spott zu illustrieren, die den Politikern gegenwärtig im Lande entgegengebracht werden, den Schriftsteller Thomas Mann. In den “Betrachtungen eines Unpolitischen”, die er am Ende von WK I angestellt hatte, charakterisierte er den Politiker als ein “niedriges und korruptes Wesen, das in geistiger Sphäre eine Rolle zu spielen keineswegs geschaffen ist”.

Im deutschen Bürgertum gäbe es laut Prantl spätestens seit dieser Zeit “eine lange Tradition der Politikverachtung”, die sich über die Jahrzehnte nicht nur gehalten, sondern sich in den letzten Jahren nochmals verstärkt hat. Sprach man in der Weimarer Republik vom Parlament noch abschätzig von der “Schwatzbude”, hat man für das, was sich derzeit in und um Berlin abspielt, den Begriff des “Demokratie-Theaters” gefunden.

Erst wenn die Politiker das Zeitliche gesegnet oder sich aufs Altenteil zurückgezogen hätten, bekämen sie jenen Kredit zurück, der ihnen während ihrer aktiven Zeit verwehrt oder abgesprochen worden ist.

Nicht bloß der Politiker …

…………….

 aus

TP

Aktive Politiker gelten als Angehörige einer Kaste, die nicht viel kann, aber zu allem fähig ist und die von Wirtschaft wenig, aber von Postenwirtschaft alles versteht. Solche Abqualifizierung ist nicht ganz ohne jede Basis. Es stimmt schon, dass die Politikverdrossenheit auch die Reaktion der Wähler auf Skandale ist, die vor allem in jener politischen Generation grassierten, die auf die Nachkriegspolitiker folgte. Die Nachkriegspolitiker waren nach der NS-Diktatur aus der Überzeugung des ‘Nie wieder!’ in die Politik gegangen. Ihnen folgte die Wirtschaftswundergeneration, in der nicht wenige deshalb Politiker wurden, weil dies eine relativ einfache Möglichkeit war, zu Einfluss und zu Geld zu kommen. Die joviale Arroganz und die Selbstsucht, mit der sich so manche darunter leidet eine Politikergeneration, die unter diesem schlechten Leumund in die Politik gegangen ist. Diesen Jungen wird oft vorgeworfen, dass sie, im Gegensatz zu den Alten, nichts mitgemacht hätten - und der Weg Kreißsaal-Hörsaal-Plenarsaal sehr geradlinig verlaufen sei. Dass Deutschland seit 65 Jahren im Frieden lebt, sollte man freilich den jüngeren Politikern nicht zum Vorwurf machen. Auf Stahlbäder kann die Politik verzichten, auf eine gute Berufsausbildung ihres Personals freilich nicht. Politik ist dann ein guter Beruf, wenn man auch noch etwas anderes gelernt hat außer dem Netzwerken.

Wie gesagt: Es stimmt so einiges an der Politiker-Kritik. Es stimmt, dass Großpolitiker ihre Umgebung gern mit Volkes Stimme gleichsetzen und dass sie den kleinen Hofstaat, den sie um sich versammeln, so oft mit dem ganzen Staat verwechseln. Und es stimmt auch, dass den heutigen Politikern jüngeren und mittleren Alters der visionäre Überschuss fehlt, den ihre politischen Väter noch hatten. Man kann sich wirklich nicht vorstellen, dass ein Carlo Schmid, ein Heiner Geißler, Erhard Eppler oder Egon Bahr sich mit Mitte fünfzig hingestellt und gesagt hätte: Hier stehe ich, ich kann auch anders - um sich dann, wie jüngst Roland Koch und Ole von Beust, in die Privatwirtschaft zu verabschieden. Beust und Co. begreifen offenbar die Politik nur als Inhalt ihrer ersten Lebenshälfte - um dann in der zweiten mit der Vorsorge, die man in der ersten getroffen hat, ein ruhigeres Leben zu führen. Wer das so macht, der ist kein politischer Martin Luther, er sieht den Beruf des Politikers eher als Job denn als Berufung. Aber Bequemlichkeit kann man einem Politiker kaum vorwerfen, der 25 Jahre lang gerackert hat - und in dieser Zeit von der Öffentlichkeit wie unter einem Mikroskop betrachtet wurde.

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Heribert Prantl

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/512873

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