“Das ist einer der traurigsten Tage meines Lebens”, sagt der Chef der Liberaldemokratischen Partei, Cedomir Jovanovic. Die serbische Gesellschaft habe offensichtlich keine Antwort auf den Hass gegen Andersdenkende. Am Samstag demonstrierten bis zu 20.000 Gegner der “Parade der Kranken”, die sich für “familiäre, christliche Werte” einsetzten. Das ist Mainstream in Serbien. Regierungspolitiker äußerten sich gegen die Homo-Parade, wollten die TV-Sender abdrehen, damit “ihre Kinder diese Kranken nicht sehen”. Andere setzten sich für das Recht Andersdenkender ein, öffentlich ihre Meinung zu äußern, betonten jedoch, dass sie “normal” seien.