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Archive für 7.3.2009

Bank of America, Zentral Bank des US Politischen Drogenhandels und der Welt Geldwäsche

Erdbeben in Babel Kapitel II

Autor: Daniel Neun, Tuesday, May 23. 2006, 00:00

Das Kapital, die Al Qeada oder was machen eigentlich eine Billion Dollar auf den Kamaren?

Es war den deutschen Medienmonopolen keine Nachricht wert, als der New Yorker Staatsanwalt Robert Morgenthau im Februar dieses Jahres diverse Konten der Bank of America sperrte, laut der New York Post vom 3.4.06 mit den Worten:”Ich kann zwar Bin Laden nicht fangen, aber ich kann seine Finanzquellen trocken legen.”

Auch die Tatsache, daß bereits gegen eine andere Bank, die Israel Discount Bank of New York, von Morgenthau wegen genau dieses unglaublichen Vorgangs, nämlich des offensichtlichen Transfers von Milliarden Dollar Drogengewinnen aus Südamerika an Terrorgruppen in den Nahen Osten, ermittelt worden war und die entsprechenden Kanäle gegen Bußgelder in Höhe von $ 25 Millionen stillgelegt wurden, war in der deutschen Presse kein Thema.
Wie aber war das überhaupt möglich?

Die Weltöffentlickeit konzentriert sich, von den Medienmonopolen dezent gesteuert, seit dem 11.9. eigentlich nur noch auf eine Parole: “Just follow the Arab”.
Dabei spricht niemand mehr über die Finanzierung von Todesschwadronen, Terroristen, losgelösten Agentenschwärmen, Folterern, Söldner und allen Anderen, die gerade in den Kriegsgebieten Afghanistan und Irak verdeckt operieren können.

Die Bank of America, die zweitgrößte Bank der USA, hatte laut Staatsanwalt Morgenthau über einen Zeitraum von 2 Jahren ca. $ 3 Milliarden an Gewinnen aus Drogen- und Schwerstkriminalität im de facto staatenlosen und von Kartellen regierten “Tri-Border” Gebiet Südamerikas an Gruppen wie Hamas, El Kaida und Hizbollah über ihre Zweigstellen und Konten geschleust.
John Moscow, der frühere Assistent von Robert Morgenthau sagte gegenüber dem Kongreßausschuß für internationale Beziehungen, Abteilung Aufsicht und Kontrolle, Ende März aus, daß es weltweit Hundertausende von zwielichtigen Banken gäbe, die, so Moscow wörtlich,”Kontoeinzahlungen von Leuten annehmen, welche sie nie getroffen haben sowie von Witzfirmen, ohne Substanz außer der Kontonummer, Gelder akzeptieren und sie in das weltweite Finanzsystem schleusen.
Das meiste Geld dabei sind Dollars, und das Meiste fließt über New York”, so Moscow gegenüber der New York Post.

Diese ungeheuerlichen “Lücken” im US-Finanzsystem sind nicht neu. Bereits am 21.Juli 2004 hatte Staatsanwalt Robert Morgenthau vor dem Senatsausschuß für Finanzen wörtlich ausgesagt:
“Zum Beispiel hatten wir im Dezember 2003, allein auf den Kamaren-Inseln, ein Guthaben von einer Billion Dollar…
……………………………………….
Die Kamaren prahlen damit, daß 2003 Ende des Jahre 349 Banken bei Ihnen lizensiert waren, davon 43 der 50 größten Banken der Welt.
Es überrascht nicht, daß ein Großteil des Geldes in Tochtergesellschaften und Firmenzweige in den USA angelegt sind.
Obwohl da manche Summen in den Kamaren und anderen Steueroasen für legitime Zwecke liegen, gibt es keinen Zweifel daß das meiste Geld dort liegt um sich jeder Steuer und jeder Kontrolle durch staatliche Stellen zu entziehen”, so Staatsanwalt Morgenthau vor dem US-Senat. Und weiter:
“Es ist kein Zufall, daß die Kamaren in vielen der großen Finanzskandale aufgetaucht sind.
Die Enron Corporation, z.B., nutzte 441 Konten der Kamaren um 2.9 Milliarden Dollar an Verlusten zu kaschieren.
Parmalat Finanziaria nutzte Tochtergesellschaften auf den Kamaren um 4.9 Milliarden Dollar an Guthaben vorzutäuschen welches es nicht hatte.
Die Kamaren waren ebenfalls der Firmensitz von Long Term Capital, dem gigantischen Hedge Fond der 1998 kollabierte”.

Noch einmal zur Erinnerung: im Zuge der vom Schöder-Blair Papier inspirierten “Steuereform” 2000, also der de facto Abschaffung der Unternehmenssteuern überhaupt (wie z.B. der Körperschaftssteuer), war diesen unkontrollierten, weltweit operierenden Hedge Fonds praktisch die völlige Handlungsfreiheit zur Zerschlagung und Ausbeutung gewinnbringender Unternehmen in der Republik gestattet worden.

Zurück zu den Ermittlungen des New Yorker Staatsanwalts Robert Morgenthau:
der war der Bank of America und der Israel Discount Bank of New York durch Spuren auf die Schliche gekommen, die von der Leadenhall Bank & Trust auf den Bahamas über die Beacon Hill Service Corporation führten, welche, ohne Lizenz und mit nur einem Dutzend Angestellten aus dem 7.Stock eines Manhattaner Büros, innerhalb von 6 Jahren 6.5 Milliarden Dollar aus dem Drogengebiet Südamerikas über 40 Konten einer der größten Banken New Yorks schleuste.
Welches diese Bank war, benannte Morgenthau damals im Juni 2004 vor dem Senat nicht.
Auch konnten die Auftraggeber und die genauen Empfänger der Zahlungen nicht ermittelt werden, da es keine Unterlagen gab.

Die Bank of America jedenfalls steht, so US-Medienberichte, kurz vor einem Vergleich mit dem um Diskretion bemühten US-Justizministerium. Die Rede ist von 25 Millionen Dollar.
Ein kleiner Preis dafür, was die Empfänger mit 3 Milliarden Dollar anrichten können.

Demnächst:
Erdbeben in Babel Kapitel III

Quellen zu Kapitel II:
http://www.nypost.com/news/regionalnews/61931.htm
http://manhattanda.org/whatsnew/press/2004-07-21.pdf
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=10000086&sid=aCPPI_c.giXE

aus Radio Utopie

Wilhelm Fürst von Albanien, Prinz zu Wied

Vor 95 Jahren: Prinz Wilhelm zu Wied wird Fürst von Albanien

Fürst auf der Flucht

Wilhelm I., Fürst von Albanien (Porträtfoto 1914); Rechte: akgBild vergrößern

Wilhelm I., Fürst von Albanien

Im Februar 1914 wird die damalige Fürstenstadt Neuwied zur Bühne eines kleinen, aber außergewöhnlichen Schauspiels europäischer Kriegspolitik. Im Residenzschloss derer zu Wied, einem der ältesten deutschen Adelsgeschlechter, empfängt der 37-jährige Prinz Wilhelm zu Parademarschklängen Seine Exzellenz Essad Pascha Toptani. Der Botschafter des albanischen Volkes wird begleitet von 17 Abgesandten aller dort ansässigen Balkan-Stämme. Mit feierlicher Miene erklärt Essad Pascha seinem Gastgeber: “Prinz Wilhelm, im Namen des albanischen Volkes trage ich Ihnen die Würde des Fürsten von Albanien an!” Der nicht unvorbereitete Prinz atmet staatsmännisch durch und antwortet: “Ich nehme an!” Bereits wenige Tage später ist seine Durchlaucht Wilhelm zu Wied, Rittmeister des 3. Garde-Ulanen-Regiments der preußischen Armee, unterwegs ins wilde Land der Skipetaren.

Diese auf den ersten Blick skurrile Thronvergabe ist das Ergebnis intensiver Spitzendiplomatie. Nach Ende des Balkankrieges 1912/1913 legen Österreich-Ungarn, Italien und die anderen Großmächte die Grenzen eines neuen Fürstentums Albanien fest. Der künftige Herrscher dieses von stammesgesellschaftlichen Strukturen zerrissenen Landes muss zwingend neutral sein; ein Albaner kommt deshalb nicht in Frage. Außerdem darf der Monarch keiner der in Albanien rivalisierenden Religionsgruppen angehören und nicht aus einem Land mit Eigeninteressen auf dem Balkan stammen. Damit scheiden Muslime, Katholiken und Orthodoxe ebenso aus wie Italiener, Österreicher, Griechen und Montenegriner. Wer bleibt übrig? Ein deutscher Protestant aus Neuwied, heftig unterstützt durch seine Tante, Königin Elizabeth von Rumänien. Ein entschiedener Gegner von Wilhelms Ambitionen ist allerdings Kaiser Wilhelm II., der seinen Vetter in Neuwied warnt: “Dass du mir ja nicht auf den Unsinn mit Albanien hereinfällst!”.

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Umsonst. Am 7. März 1914 betritt Wilhelm seine neue Heimat, von deren Existenz er erst wenige Monate zuvor erfahren hat. Von seinen Untertanen wird der fremde Fürst zunächst begeistert empfangen. Doch Wilhelm zu Wied, im Geiste durch und durch preußischer Militär, hat keine Ahnung von Politik und Diplomatie. Es gelingt ihm nicht, eine stabile Regierung zu installieren. Die Probleme seines Volkes bleiben ihm fremd. Schnell wachsen soziale Spannungen, die sich bald zu einem Aufstand muslimischer Bauern im ganzen Land ausweiten. Im Hintergrund ziehen derweil die Großmächte die Fäden und degradieren Wilhelm zur bloßen Marionette. Als dann am 28. Juli 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, haben sie andere Sorgen, als einem deutschen Fürsten irgendwo auf dem Balkan die Macht zu sichern. Nach nicht einmal 200 Regierungstagen muss Wilhelm Albanien Anfang September 1914 fluchtartig wieder verlassen, ohne das Geringste bewirkt zu haben. Bis zu seinem Tod im April 1945 lebt er bei den Verwandten in Rumänien im Exil. Eine förmliche Abdankung kommt Wilhelm zu Wied nie über die Lippen und noch sein Sohn Karl Viktor führt den Titel “Erbprinz von Albanien”.

Stand: 07.03.09

Wilhelm Fürst von Albanien, Prinz zu Wied

Von Fürst Friedrich Wilhelm zu Wied und Heinz Schwarz

Im Festsaal des Neuwieder Schlosses finden regelmäßig Wohltätigkeitskonzerte statt. So auch am 2. Juli 1997 mit Migen Begolli (Violine) und Fedra Blido-Roshi(Klavier) aus Albaniens Hauptstadt Tirana zugunsten der Kinderstation des Krankenhauses in Vlora/Südalbanien.

Die albanische Delegation trägt Prinz Wilhelm zu Wied am 21.2.1914 die Fürstenkrone Albaniens an
Bild: albanische Delegation vor dem SchloßIm Festsaal des Neuwieder Schlosses, in dem am 2. 7. 1997 Migen Begolli (Violine) und Fedra Blido-Roshi (Klavier) konzertierten, traf man sich vor 83 Jahren, am 21.2.1914, zu einem Festbankett, unterhalten von Tafelmusik mit Kompositionen u.a. von Wagner und Tschaikowski, die vom Torgauer und vom Hohenfriedberger Parademarsch umrahmt wurden. Eine Stunde zuvor hatte eine Delegation von 18 Albanern, die verschiedene Bezirke Albaniens vertraten, dem Prinzen Wilhelm zu Wied die Krone ihres Landes angetragen. Prinz Wilhelm hatte sie angenommen und war nun Fürst von Albanien. Nach 180 Tagen war bereits alles vorbei. Waren also Abenteurer nach Neuwied gereist, die sich einen Glücksritter zum Anführer suchten?

Dem Ereignis der Fürstenkür in Neuwied waren kriegerische und diplomatische Verwicklungen auf dem Balkan vorausgegangen….

 …………………..

 

Ein Bericht von 1921 (113-4-10) nennt Zahlen von 1919. Das damalige Albanien, etwa so groß wie Belgien, hatte rund 1,2 Millionen Einwohner, davon 700 Tausend Mohammedaner in Mittelalbanien, 300 Tausend griechisch-orthodoxe Christen im Süden und 200 Tausend römisch-katholische Christen im Norden. Ungefähr eine weitere Million Albaner fand sich von den anderen Balkanstaaten vereinnahmt, überwiegend von Serbien und dort vor allem im Kosovo.

Die albanische Nationalstaatsbewegung hatte vorerst nur wenige Verfechter, weil die Albaner sich entsprechend ihrer religiösen Dreiteilung ausrichteten und die mohammedanische Mehrheit dem islamischen Staatsverständnis eines Vielvölkerstaates des türkischen Reiches zuneigte. Als die Türkei diese Staatsform den Albanern, zumal deren tonangebender, islamisierter Oberschicht, nicht mehr gewährleisten konnte und deshalb Albanien unter die Nachbarstaaten aufgeteilt zu werden drohte, trafen sich am 28.11.1912 im noch unbesetzten Hafen Vlore zunächst Vertreter aus Süd- und Mittelalbanien zu einem Nationalkongreß und riefen die Unabhängigkeit Albaniens aus. Zugleich setzten sie eine provisorische Regierung ein.

………………..

 

 http://www.zuwied.de/albanien.htm

The US - German System: Killing With Kindness

Freedom’s Battle: The Origins of Humanitarian Intervention, Gary J. Bass, Knopf, 509 pages

By David Bromwich

The Clinton administration believed in the good of humanitarian intervention, and the Kosovo War aimed to set a pattern for such efforts. The 11 weeks of bombing and the 12,000 killed on the ground seemed to its architects a fair price for so clear a demonstration of enlightened resolve. That false rumors of massacre were used to incite the war, that the ethnic killings turned out to be mainly a consequence and not a cause of the bombing—these were seen as side-effects of a humane exuberance.

By contrast, the Bush administration chose to revert from cold war to war, and defined its enemy by analogy with metaphysical evil. The “war on terror” was a rubric that could support many tributary wars with a minimum of definitional fuss…….

http://www.amconmag.com/

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