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Archive für 17.8.2007

Kroatischer Bischof Dražen Ćurić, vergleicht Hitler mit Tito

Dass Tito kein Heiliger war, sollte in der heutigen Zeit auch den grössten Tito-Fans bekannt sein.
Ihn aber mit Hitler auf eine Stufe zu stellen, kann nur einem bescheuerten Geistlichen in den Sinn kommen.
Neben diversen anderen “Unzulänglichkeiten” sind solche Kommentare mit ein Grund, warum Gugica (manchmal etwas drastisch) und auch ich, ziemlich wenig von den diversen Religionen, besser gesagt deren Vertreter hier auf Erden, halten.
Wer interesse an diesem Artikel hat und serbokroatischbosnischmontenegrinisch versteht, hier der Link dazu

VELIKA GOSPA Hrvatski biskupi nadahnuto i kritički propovijedali na marijanski blagdan Župan: Između Tita i Hitlera nema razlike Autor Dražen Ćurić

Bischof

Hrvatski su biskupi okupljanje nekoliko stotina tisuća vjernika u brojnim marijanskim svetištima dobro iskoristili. U propovijedima su se dotaknuli gotovo svih bitnih društveno-političkih pitanja koja trenutačno tište Hrvatsku.

Upozorili su na pogubnost totalitarnih ideologija, homoseksualnih brakova, lažnih obećanja političara, prevlasti kapitala u suvremenom svijetu, na opasnosti iz medija te na neprijatelje države.

Tako je krčki biskup Valter Župan ustvrdio da su komunistički zločini koje je počinio Tito strašni kao i Hitlerovi.

Žele uništiti mladost
Statistike pokazuju da je komunizam urodio sa 100 milijuna mrtvih, Hitler sa 20,900.000 mrtvih. Riječ je o ljudima, a ne brojkama. Ni Tito nije daleko od toga sa 1,129.000 mrtvih istaknuo je biskup Valter Župan u prepunoj katedrali Uznesenja Marijina u Krku.

Biskup Juraj Jezerinac je u Kamenskom kod Karlovca istaknuo da sotona pokušava ocrniti Crkvu i vjernike, širi laž i mržnju, a kršćanski život proglašava nazadnim i mračnim. Govoreći o medijima u Hrvatskoj, istaknuo je da “ne poznaju govor ljubavi, nego samo mržnje”, da “napadaju na obitelj i veličaju homoseksualne brakove” te “žele uništiti mladost”.

Upozorivši na lažna obećanja lijevih i desnih, splitski nadbiskup Marin Barišić u Sinju je rekao da ima dovoljno naznaka da se današnje vrijeme nazove posthumanim ako kapital potisne moral. Također je upozorio na nehumane pojave plavih kuverti, mita, korupcije i kamatarenja.

Gospićki biskup Mile Bogović je u Krasnom istaknuo da u Hrvatskoj ne postoji pravi sustav vrijednosti.

Nepravednost
Neke se veliča bez razloga, a neki ne dobivaju zasluženo priznanje. Ne može se donijeti ispravan sud ako se krene od krivih polazišta naglasio je biskup Bogović.

http://www.vecernji.hr/newsroom/news/croatia/2650464/index.do

Interview mit Agim Ceku:

 

 

Wisner says US preparing for recognition of Kosovo independence

17/08/2007

PRISTINA, Kosovo, Serbia — US envoy Frank Wisner said on Thursday (August 16th) that his government is preparing for the possibility of unilaterally recognising an independent Kosovo. Speaking to Voice of America, he said Washington will be ready for the option if no compromise on the future status of the Serbian province is achieved by December 10th, when this new round of negotiations is scheduled to end. What happens after that, Wisner added, depends on the government of each country. He is a member of the international trio of mediators overseeing the current phase of negotiations between Pristina and Belgrade.

Meanwhile, Kosovo Prime Minister Agim Ceku said in an interview with the German daily Die Welt on Thursday that further negotiations with Belgrade are meaningless, as Serbian politicians will never publicly accept Kosovo’s independence. He also stressed, however, that Kosovo leaders favour an international solution.

“Our goal is independence in accordance with the international community and we are not interested in a unilateral action,” he said. He added, however, that the current 120-day negotiations will be “the last delay we allow”. (A1, Telegrafi, RTK, RFE, Balkanweb, Makfax, RTRS, AFP - 16/08/07)

 

16. August 2007, 00:00 Uhr

Von Stefanie Bolzen

“Unabhängiges Kosovo auch ohne UN-Resolution möglich”

Die WELT:

 

 

Gibt es irgendeine Chance, dass die Kosovo-Troika in der bis Anfang Dezember gesetzten Frist eine Einigung zwischen Serben und Albanern erreicht?

Agim Ceku:

Manche Leute stellen die falschen Fragen. Es ist doch ganz klar, dass Belgrads Politiker niemals öffentlich die Realität und Unvermeidbarkeit einer Unabhängigkeit des Kosovo zugeben können. Darum macht es auch keinen Sinn, darüber mit ihnen zu diskutieren. Aber es gibt einige sehr wichtige Punkte - etwa den der noch immer vermissten Personen, der Flüchtlingsrückkehr, Besitzfragen, vertrauensbildende Maßnahmen. Da wollen wir Fortschritte machen und eine reife, funktionierende Beziehung mit Serbien als sein souveräner Nachbar aufbauen.

WELT:

Die internationale Gemeinschaft hat seit dem Krieg eine Teilung des Kosovo immer kategorisch ausgeschlossen. Nun schließt aber selbst Wolfgang Ischinger, Kopf der Kosovo-Troika, diese Option nicht mehr aus. Fühlen Sie sich betrogen?

Ceku:

Herr Ischinger hat gesagt, er sei allem gegenüber offen, auf das sich die Konfliktparteien einigen können. Unsere Seite hat immer klargemacht, dass wir eine Teilung nicht akzeptieren. Also gibt es darauf auch keine Einigung. Ich hoffe, dass die Leute, die eine Teilung jetzt vorschlagen, begreifen, welche Folgen eine solche haben könnte - welche Folgen allein schon die Diskussion darüber haben könnte …

WELT:

Welche Folgen hätte eine Teilung denn?

Ceku:

Es wäre ein Betrug an den multiethnischen Prinzipien, für die wir und die internationale Gemeinschaft so hart gearbeitet haben. Und es könnte leider auch andere Leute dazu ermutigen, Grenzen entlang ethnischer Linien zu ziehen. Zudem würde eine Teilung nicht einmal das erfüllen, was Belgrad will, denn die meisten Serben leben über das ganze Kosovo verteilt und nicht nur im Norden, an der Grenze zu Serbien.

WELT:

Belgrad sagt aber, dass die Serben im Kosovo nach wie vor nicht sicher leben könnten.

Ceku:

Das ist einfach nicht wahr. Genau diese Propaganda ist ja der Grund, warum serbische Flüchtlinge nicht zurückkehren und sich die Serben im Kosovo überhaupt unsicher fühlen. Der zweite Grund ist Belgrads ständige Einmischung in die Politik der Serben im Kosovo, sie daran zu hindern, sich mit der Regierung in Pristina zu verständigen. Kriminalitätsstatistiken zeigen, dass Serben im Kosovo genauso oft Täter oder Opfer sind wie andere Teile der Bevölkerung. Auch was die sozialen oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten angeht, ist das gleich verteilt. Mit den UN haben wir uns auf ein einzigartiges Paket geeinigt, das den Minderheiten den Schutz ihrer Rechte und ihre Präsenz in öffentlichen Institutionen garantiert.

WELT:

Wie ernst ist Ihre Drohung, einseitig die Unabhängigkeit zu erklären?

Ceku:

Unser Ziel ist die Unabhängigkeit im Einklang mit der internationalen Gemeinschaft. Wir haben kein Interesse an unilateralem Vorgehen. Wir sind zusammen mit der internationalen Gemeinschaft sehr weit gekommen, und wir werden den Job zu Ende machen. Wir wissen noch nicht genau, wie. Aber wir haben klargemacht, dass die 120-Tage-Frist die letzte Verschiebung ist. Wir sind nicht aggressiv, aber realistisch. Es gibt danach einfach keine weiteren Optionen. Wir hoffen, dass, nachdem am 10. Dezember dem UN-Sicherheitsrat der neue Report zugestellt worden ist, Konsens herrscht, damit wir mit internationaler Unterstützung unsere Unabhängigkeit erklären können. Wenn dieser Konsens in eine UN-Resolution mündet, umso besser.

WELT:

Es ginge also auch ohne UN-Resolution? Bei der US-Regierung wächst die Ungeduld. Washington könnte also auch eine Statuslösung außerhalb der UN suchen?

Ceku:

Unsere amerikanischen Partner wollen wie wir eine Einigung mit der internationalen Gemeinschaft finden. Aber sie erkennen wie wir an, dass es nutzlos und gefährlich ist, die Statuslösung - die so viele internationale Schlüsselpartner bereits unterstützen - zur Geisel leerer Zerstörungswut zu machen. Ob die Unabhängigkeit nun am Ende mit einer UN-Resolution kommt oder nicht, ich bin sicher, dass die Unabhängigkeit durch einen fairen und legitimen Prozess kommt, der auf einem breiten Konsens der internationalen Gemeinschaft beruht, dem auch die EU zustimmt.

WELT:

Auch im Kosovo wächst die Ungeduld. Wie kann Pristina einen potenziellen Gewaltausbruch verhindern?

Ceku:

Natürlich sind wir ungeduldig. Wir haben mehrfach Verzögerungen akzeptiert, die die wirtschaftliche und soziale Stagnation nur noch verstärkt und überhaupt kein Ergebnis gebracht haben. Aber ich mache mir keine Sorgen wegen möglicher Gewalt. Die Kosovaren wissen, dass es dafür keine Rechtfertigung gäbe. Die Sicherheit hier wird erfolgreich von unserer eigenen Polizei garantiert, zusammen mit der UN-Polizei und der Kfor. Zugegeben besteht aber das Gefühl, dass die Zeit drängt. Als die Russen vor ein paar Wochen den UN-Prozess blockiert haben, ist ein Momentum zerstört worden und auch das bisher kohärente internationale Vorgehen. Wir können und dürfen aber nicht in den Schwebezustand, in die Stagnation zurück! Es würde das Kosovo zerstören, die ganze Region für die nächste Generation.

 

Die Welt

 

Annan nennt Irak-Krieg “illegal”

16.09.2004   08:19 Uhr

Annan

UN-Generalsekretär Kofi Annan
Foto: AP

Die internationale Gemeinschaft habe eine “schmerzliche Lektion” lernen müssen.

Die Entscheidung gegen den Irak vorzugehen, hätte vom Sicherheitsrat und
nicht einseitig getroffen werden müssen, sagte Kofi Annan in einem Interview des britischen Senders BBC: „Ich gehöre zu denjenigen, die glauben, dass es eine zweite Resolution hätte geben sollen.”

Zugleich zeigte er sich skeptisch, dass im Irak „glaubwürdige Wahlen“ stattfinden können, sollten die „Sicherheitsbedingungen bleiben, wie sie jetzt sind“. Die Entscheidung über den Wahltermin liege aber bei der irakischen Übergangsregierung.
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/363/39324/ 

Bulgarische Pässe in Serbien immer beliebter

Bulgarische Pässe in Serbien immer beliebter
Ziel ist Einreise in die EU

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Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Ziel ist Einreise in die EU

Immer mehr serbische Bürger wollen die bulgarische Staatsangehörigkeit erlangen. Es lockt die Aussicht auf Reisemöglichkeiten nach Westeuropa ohne Visum. Auch Autos lassen sich so günstiger erwerben.

In Serbien wächst die Zahl der Bürger, die die bulgarische Staatsangehörigkeit erwerben möchten. Nach Angaben des bulgarischen Justizministeriums haben inzwischen 1.200 Serben einen Reisepass des neuen EU-Mitgliedslandes Bulgarien bekommen. Vor allem im Grenzgebiet zu Bulgarien denken viele Menschen über einen Wechsel der Staatsbürgerschaft nach.

In Dimitrovgrad und Bosilevgrad, zwei Städten in serbischen Grenzgebieten zu Bulgarien, informieren sich derzeit sehr viele Bürger, wie sie am schnellsten die Staatsangehörigkeit des Nachbarlandes Bulgarien erlangen können. Der Präsident des Kultur- und Informationszentrums in Bosilevgrad, Ivan Nikolov, sagt, dass fast alle Einwohner der Stadt, die eine bulgarische Abstammung nachweisen können oder eine Firma im Nachbarland besitzen, ihr Recht in Anspruch nehmen wollen. Er erklärt warum: “Als bulgarischer Bürger kann man Immobilien erwerben und auch alle anderen Rechte genießen.”

Ohne Visum nach Europa
…….
Milica Ivanovic, Leskovac
DW-RADIO-Serbisch, 14.8.2007, Fokus Ost-Südost

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2741080,00.html?maca=de-newsletter_ostfokus-643-html

“Lul” Berisha: Banda e Durresit, zbardhet atentati i deshtuar ndaj Taullaut

Banda e Durresit, zbardhet atentati i deshtuar ndaj Taullaut

• Gilmana Bushati
17/08/2007 - 09:54

Indrit Taullau, i arrestuar 20 ditë më parë, i ka shpëtuar mrekullisht një atentati të paramenduar dhe që u krye nga një distancë mjaft e afërt. Por silenciatori i bllokuar i pistoletës, bëri që Taullau t’i shpëtojë mrekullisht këtij atentati. Ngjarja ka ndodhur në vitin 2004, kohë në të cilën bandat rivale të Lul Berishës dhe Klodian Saliut tentuan një ribashkim, me qëllim për të bashkëpunuar në trafiqet e paligjshme dhe për të lënë mënjanë hakmarrjet reciproke që nuk i interesonin asnjërës palë. Por duket se ky ribashkim nuk i interesonte numrit dy të bandës së Klodian Saliut, Indrit Dokles, i cili mendohet të ketë qenë edhe ideatori i atentatit ndaj Taullaut. Atentati i papërmendur deri më tani pritet të zbardhet plotësisht gjatë procesit të gjykimit që ka nisur për bandat e Dokles dhe Berishës në Gjykatën e Krimeve të Rënda.
Atentati
Burime të gazetës janë shprehur se atentati ndaj Indrit Taullaut ka ndodhur në vitin 2004, kohë në të cilën bandat e Klod Saliut dhe Lul Berishës tentuan të rikrijonin bandën e dikurshme, por që secila prej tyre do të kishte influencat dhe përfitimet e veta në trafiqet e paligjshme. Por një plan i tillë nuk funksionoi, për shkak të atentatit pas shpine ndaj bashkëpunëtorit të ngushtë të Lul Berishës, Indrit Taullaut. Ky atentat do të shënonte edhe nisjen e hakmarrjeve, vrasjeve dhe atentateve të dështuar mes dy bandave. Ditën e atentatit, Indrit Taullau ishte duke drejtuar Mercedezin e blinduar të Lul Berishës dhe në sediljen e pasme ishin Adriatik Coli dhe Indrit Dokle. Pasi kishin drekuar në një nga lokalet e plazhit në Durrës, të tre personat e lartpërmendur po udhëtonin në drejtim të Durrësit, nga rruga e Unazës. Sapo kanë kaluar vendin e quajtur “Plepat”, Adriatik Coli nxjerr një pistoletë me silenciator dhe qëllon disa herë nga pas sediljes Indrit Taullaun, që ishte në timonin e autoveturës së blinduar. Zhurma e qitjes së plumbave ka bërë që Taullau të hidhej nga autovetura, ndërkohë që Coli dhe Dokle kanë vazhduar rrugën. Fillimisht u mendua se ngjarja mund të kishte qenë një lojë, pasi distanca nga ku u qëllua Taullau ishte shumë e afërt dhe nuk kishte shanse për të gabuar shënjestrën. Madje, Lul Berisha filloi të dyshonte mbi vërtetësinë e atentatit, duke akuzuar Taullaun që po përpiqej t’i krijonte konflikte me Klodian Saliun. Por kur u mësua që plumbat e vërtetë kishin mbetur në tytën e silenciatorit të pistoletës, atëherë “miqësia” mes dy bandave u prish përfundimisht, duke i lënë vendin hakmarrjes, vrasjeve dhe atentateve të njëpasnjëshme. Ishte pikërisht kjo ngjarje, që mendohet të jetë iniciuar nga Indrit Dokle, ajo që humbi besimin mes dy bandave dhe që mund të ketë planifikuar edhe ekzekutimin e Klodian Saliut në shkurt të vitit 2005.

http://www.balkanweb.com/gazetav4/index.php?id=18937

. Gazeta ne PDF

 


Neue Artikel zum Thema:

Dokle-Berisha, batuta me humor në sallën e gjyqit

18/04/2008 - 12:10
Klodiana Lala

http://www.balkanweb.com/gazetav4/index.php?id=34690

 


Irak: Rache, Referendum oder Religion?

Rache, Referendum oder Religion?

Peter Mühlbauer 17.08.2007

Für die jüngsten Terroranschläge im Nordirak kommen mindestens drei Motive in Frage

Noch sind nicht alle Leichen geborgen – aber laut Angaben von [extern] Al-Dschasira kosteten die Anschläge mindestens 400 Menschen das Leben. Am Dienstag hatten Unbekannte in zwei Dörfern im Kreis Sindschar in der Provinz Niniveh, vier mit Sprengstoff beladene LKWs zur Explosion gebracht, die alle Gebäude auf jeweils einem Quadratkilometer Fläche zerstört haben sollen.

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Verschiedene Stellen spekulierten über verschiedene mögliche Täter und Motive: Während der irakische Staatspräsident Dschalal Talabani, ein Kurde, Gruppen verantwortlich machte, “die andere zu Ungläubigen erklärten”, äußerte der sunnitische Rat der Religionsgelehrten die Vermutung, dass hinter den Anschlägen Täter steckten, die versuchten, “die irakische Landkarte neu zu zeichnen” und “die demographischen Verhältnisse zu ändern”.

Tatsächlich sind mehrere Motive denkbar, die auch kumulativ vorliegen können: Die beiden Dörfer werden von kurdischsprachigen Jesiden bewohnt. Neben einem Racheattentat für die Steinigung einer Jesidin ist deshalb auch eine religiöse Einschüchterung der “Teufelsanbeter” durch Islamisten sowie Terror im Zusammenhang mit der geplanten Abstimmung über die Zugehörigkeit zum Kurdengebiet im November möglich.


Rache

Die Jesiden sind eine streng endogame religiöse Minderheit. Im April dieses Jahres war in der nordirakischen Ortschaft Bashika die siebzehnjährige Jesidin Du’a Khalil teilweise entkleidet und öffentlich gesteinigt worden, nachdem sie sich mit einem Sunniten eingelassen hatte. Die Steinigung, die etwa eine halbe Stunde dauerte, wurde mit einem Mobiltelefon [local] gefilmt. Auf der Aufnahme ist zu sehen, dass acht oder neun Männer die Tat durchführen und eine große Menschenmasse zusieht. Ebenfalls erkennbar ist, dass auch Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden dem Ereignis beiwohnten, ohne einzugreifen.

Nach Angaben von [extern] Amnesty International sind vergleichbare Vorgänge im Nordirak nicht selten. Als Anlass reichen bereits Gerüchte. Obwohl die Regionalregierung diese “Ehrenmorde” offiziell verbot, versäumten es die kurdischen Behörden bisher, in solchen Fällen zu ermitteln und Anklage zu erheben.

Allerdings wurde die Steinigung bereits in größerem Umfang blutig gerächt: Am [extern] 23. April 2007 entführten Bewaffnete einen Bus, der Textilarbeiter von Mosul in ihren Heimatort Bashika bringen sollte, in dem 80 % Jesiden, 15 % Christen und 5 % Moslems leben. Die Entführer kontrollierten die Papiere der Fahrgäste, ließen die Moslems und Christen aussteigen und fuhren mit den 23 verbliebenen Jesiden in den Osten von Mosul, wo sie diese an eine Wand stellten und erschossen.

……………….

 

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25980/1.html

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